Archiv

Archiv für Juni, 2011

Keine Schreibschrift mehr in Deutschlands Schulen?

27. Juni 2011 Keine Kommentare
5492740280 e492b4bf56 m Keine Schreibschrift mehr in Deutschlands Schulen?

cc by dotmatchbox/flickr

Schon seit Jahrzehnten fĂŒhren die PĂ€dagogen die Debatte ĂŒber die richtige Schrift zu Beginn der Laufbahn an den Schulen. Alles dreht sich um die Schreibschrift, die Druckschrift oder doch um die Grundschrift. Der Grundschulverband sieht den Sinn in der Schreibschrift skeptisch, da die SchĂŒler bereits von Beginn der fĂŒnften Klasse an selber entscheiden können, welche Schriftart sie verwenden möchten. Als erstes Bundesland hat Hamburg nun entschieden, dass die Grundschulen selber entscheiden können, ob die Schreib- oder die Druckschrift gelehrt wird. Über die Schreibpraxis wird weiterhin zwischen Senat und Opposition gestritten.

Der Bundesverband der Grundschulen entwarf nun gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe die Grundschrift. Im Wesentlichen orientiert sich diese an den gedruckten Schrifttypen, die den SchĂŒlern im Unterricht gezeigt wird. Damit die Kleinbuchstaben miteinander verbunden werden können verfĂŒgen sie meist ĂŒber einen kleinen Bogen am Ende. Allerdings ist dies im Gegensatz zur Schreibschrift nicht mehr Pflicht. Der Senator erklĂ€rte, dass dies eine deutliche Entlastung fĂŒr die Kinder und die LehrkrĂ€fte mit sich bringen wĂŒrde. Bereits jetzt sei dies an vielen Schulen schon eine gelebte Praxis. Der Primarschulgegner und CDU-Fraktionsmitglied Walter Scheuerl schrieb eine Pressemitteilung unter dem Titel „Senator Rabe gibt AnhĂ€ngern der Einheitsschule nach“. Hierin heißt es, dass der Verein von PĂ€dagogen, die politisch links stĂŒnden, in der Hochzeit der 68er gegrĂŒndet worden sei. Diese habe die schwarz-grĂŒne PrimarschulplĂ€ne unterstĂŒtzt. Scheuerl schreibt weiter, dass sie den Schulsenator Rabe dazu auffordern umgehend eine Korrektur des Bildungsplans vorzunehmen. Ebenfalls warf Dietrich Wersich, der Vorsitzende der CDU-Fraktion, der SPD „kulturelle Verarmung aus bildungspolitischer Ideologie“ vor. Er ist der Meinung, dass die gemeinsame Basis der individuellen Handschrift keiner Beliebigkeit ausgesetzt werden dĂŒrfe.

Ist dies nun das Ende der Schreibschrift an Deutschlands Grundschulen?

Auch auf die BedĂŒrfnisse der Kinder achten

22. Juni 2011 Keine Kommentare
4576041320 7004b352f9 m Auch auf die BedĂŒrfnisse der Kinder achten

cc by www.kankuna.de/flickr

In der Regel freuen sich Eltern wie Kinder bereits seit Monaten auf den verdienten Familienurlaub. Endlich ist einmal die Zeit dafĂŒr da gemeinsam etwas zu erleben, fĂŒreinander Zeit zu haben und den Alltag zu vergessen. Der stellvertretende Vorsitzende der Bundeskonferenz fĂŒr Erziehungsberatung, Andreas Engel sagt, dass die gemeinsamen Erfahrungen, die im Urlaub gemacht werden, ein Schatz sind, auf dessen Basis das Familienbewusstsein wachsen kann. FĂŒr die Kinder sei es besonders vorteilhaft, wenn die Eltern beide da seien und Zeit und Geduld besitzen sich intensiv mit der Familie zu beschĂ€ftigen. Insbesondere dann, wenn ein Elternteil oder auch beide Elternteile vielbeschĂ€ftigt sind.

Damit jedes einzelne Familienmitglied, Kinder wie Eltern, gleichermaßen Freude am Urlaub haben, ist es wichtig, dass die BedĂŒrfnisse jedes Mitgliedes im Auge behalten werden. Die Eltern suchen im Urlaub oftmals Erholung und Entspannung vom stressigen Alltag. Die Kinder hingegen suchen die Abwechslung zu ihrem Alltag und fĂŒr sie steht die AktivitĂ€t im Vordergrund. Der Erziehungsexperte betont daher, dass es in der Verantwortung der Erwachsenen liege, dass die BedĂŒrfnisse der Kinder gewahrt werden.

Daher bietet es sich an, sich einige Tage vor geplanten Reise zusammenzusetzen und sich miteinander gegenseitige PlĂ€ne schmiedet. ZusĂ€tzlich bietet es sich an, wenn sich die Familie jeden Abend ganz kurz zusammensetzt und darĂŒber spricht, wie der Tag fĂŒr jeden Einzelnen war und was am nĂ€chsten Tag geplant ist. Eine weitere Möglichkeit ist die, dass jedes Mitglied abwechselnd bestimmt, was am Tag gemacht wird. Auf diese Weise kommt jeder, egal ob Erwachsener oder Kind, zu seinem Recht.

Warnung vor talkumhaltigem Babypuder

15. Juni 2011 Keine Kommentare
2561252071 0af988f93f m Warnung vor talkumhaltigem Babypuder

cc by peasap/flickr

Babypuder wird wohl annĂ€hernd von jeder Mutter oder jedem Vater beim Wickeln verwendet. Es gehört genauso zum Wechseln der Windeln wie die Windel selber. Das Puder bindet angesammelte und anstaute Feuchtigkeit auf und verhindert so, dass das Baby wund wird oder sich andere Infektionen bilden können. Das Bundesinstitut fĂŒr Risikoentwicklung (BfR) warnt nun vor talkumhaltigem Babypuder. Dieses Babypuder kann bei Babys und Kleinkindern zu schweren Gesundheitsstörungen fĂŒhren. Sollte der feine Staub von den Kleinen eingeatmet werden, kann er in dessen Lunge geraten und zu BeeintrĂ€chtigungen der Atmung bis hin zu schweren SchĂ€digungen der Lunge fĂŒhren.

Erst vor wenigen Wochen ist ein Vorfall bekannt geworden, bei dem es durch ein solches Pulver bei einem zweijĂ€hrigen MĂ€dchen zu einem schweren Vergiftungsanfall gekommen ist. Beim Wickeln hatte das MĂ€dchen mit einer geschlossenen Puderdose gespielt. Als sich die Puderdose öffnete ergoss sich der feine Staub ĂŒber das Gesicht des Kindes, wodurch es diesen eingeatmet hat. Infolgedessen musste das Kleinkind mehrere Tage intensivmedizinisch behandelt werden. Schon in der Vergangenheit gab es mehrere solcher FĂ€lle, die dem Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung gemeldet wurden. FĂŒr den Zeitraum von 1979 bis 2008 haben die Giftinformationszentren in Deutschland, der Schweiz und Österreich insgesamt 113 AspirationsunfĂ€lle mit Babypuder dokumentiert. Betroffen waren in den meisten FĂ€llen Kinder im Alter zwischen einem halben Jahr und zwei Jahren. In den registrierten FĂ€llen haben die Kinder keine FolgeschĂ€den zurĂŒck behalten. Die Verwendung von talkumhaltigem Babypuder ist laut der Ansicht vieler KinderĂ€rzte nicht notwendig. Aus diesem Grund sollten Eltern auf ein solches Babypuder verzichten.

Kinderfreundliche UngezieferbekÀmpfung

15. Juni 2011 Keine Kommentare
fliegengitter 150x150 Kinderfreundliche UngezieferbekÀmpfung

InsektenprÀvention: Fliegengitter

Der Sommer bringt auch unangenehme Seiten mit sich. Mit dem warmen Klima kommen wieder die Insekten ins Haus und können ganz schön lĂ€stig werden. Wer kleine Kinder hat, weiß, dass die Ameisendose nicht lange in der Ecke stehen bleiben wĂŒrde, und giftige Insektensprays sind nicht nur fĂŒr Kinder schĂ€dlich, da sich die Wirkstoffe im ganzen Raum verteilen und in die Atemwege gelangen. Es gibt allerdings auch natĂŒrliche Mittel, um Insekten wirksam zu bekĂ€mpfen.

Eine wirkungsvolle Methode, Insekten aus der Wohnung fernzuhalten, sind Fensternetze, die es bereits fĂŒr wenig Geld im Baumarkt zu kaufen oder Versandhaus zu bestellen gibt.
Sie werden auf die passende FenstergrĂ¶ĂŸe zugeschnitten und dann mit einem Klettband einfach am inneren Rahmen des Fensters befestigt. Tipp: Vernetzen Sie jedes Fenster, dass geöffnet wird. So bleiben die meisten Insekten draußen.

Allerdings kann man auch trotz Fensterschutz nicht jedes einzelne Insekt fernhalten. Beim Betreten und Verlassen des Hauses und unter den winzigsten TĂŒrschlitzen kommen sie herein. Ein weiteres Mittel ist der altbewĂ€hrte FliegenfĂ€nger. Das ist ein, meist braunes, Papierband, das mit einer klebrigen, fĂŒr MĂŒcken wohlriechenden FlĂŒssigkeit bestrichen ist. Es wird an die Decke gehĂ€ngt und ist fĂŒr Kinder außer Reichweite. Fast jede Fliege wird von dem Geruch angezogen, bleibt daran kleben und verendet. Allerdings sieht das Fliegenband unschön aus und muss mindestens einmal im Monat ersetzt werden.

Um Ameisen zu vertreiben, gibt es viele Hausmittel. Statt giftige Ameisendosen aufzustellen, können Sie die Stellen, an denen Ameisen ins Haus kommen, einfach mit Backpulver bestreuen. Die Ameisen fressen das Pulver und implodieren. Oder Sie streuen stark riechende KrÀuter wie Lavendel oder Thymian. Ameisen meiden diese Aromen. Eine weitere Variante wÀre, ein SchÀlchen mit Honig aufzustellen, der lockt die Tiere an und verklebt sie. All diese Hausmittel sind unschÀdlich, umweltfreundlich und preiswert.

Wichtig ist vor allem, dass Sie unangenehme GerĂŒche aus Bad und KĂŒche vermeiden. Leeren Sie öfter den MĂŒll und lassen Sie keine Speisen und sĂŒĂŸen GetrĂ€nke offen herumstehen.

Haustiere verringern Allergierisiko bei Kindern

8. Juni 2011 Keine Kommentare
2371268565 8e3192e4e4 m Haustiere verringern Allergierisiko bei Kindern

cc by kiki-bolivien/flickr

Nun ist es raus: Haustiere erhöhen das Allergierisiko bei Kindern nicht. Vielmehr ist es so, dass der Kontakt mit Katzen und Hunden das Risiko einer Allergie beim Sprössling sogar senken. Dies gilt allerdings nur dann, wenn das Kind bereits als Baby mit den Tieren in Kontakt kommt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Langzeitstudie. In dieser haben US-Forscher erstmals die Gesundheit von Kindern bis in das Erwachsenenalter hinein untersucht. Im Zuge dessen haben sie deren Allergien und deren Haustiere miteinander in Verbindung gebracht. Dieses Ergebnis dĂŒrfte Eltern aufatmen lassen. Denn die BefĂŒrchtungen, dass die Tierhaare Allergien und Asthma bei den Kindern hervorrufen, sind weit verbreitet. Sollten diese Erkrankungen doch auftreten, dann höchstens genauso hĂ€ufig wie in tierlosen Haushalten. Laut der Forscher im Fachblatt „Clinic & Experimental Allergy“ ist die ganz frĂŒhe Kindheit von einer entscheidenden Bedeutung.

Durch diese Studie wurden neue Beweise dafĂŒr geliefert, dass sich die Erfahrungen im ersten Lebensjahr auf die Gesundheit im spĂ€teren Leben auswirken. Insbesondere ist es so, dass ein sehr frĂŒher Kontakt mit Haustieren bei den meisten Kindern das Allergierisiko nicht erhöhe. UnabhĂ€ngig von dieser Studie ist es kein Geheimnis, dass gerade auch kleine Kinder einen sehr großen Spaß daran haben sich mit den Tieren zu beschĂ€ftigen. Vor allem sind sie innerhalb des ersten Lebensjahres sehr neugierig und erkunden ihre kleine Welt. Hunde und Katzen ĂŒben da eine sehr große Faszination auf die Sprösslinge aus. Außerdem lernen sie bereits von frĂŒhster Kindheit an einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Haustier. Auch dieses wird ihr spĂ€teres Leben deutlich prĂ€gen.

KategorienGesundheit Tags: ,