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Archiv für die Kategorie ‘Finanzen’

Semestergeb√ľhren k√∂nnen beim Kindergeld voll angerechnet werden

9. Dezember 2011 Keine Kommentare
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cc by ernstl/flickr

F√ľr die erwachsenen Kinder bedeutet das Kindergeld in diesem Jahr noch einmal Stress. Dies vor allem dann, wenn sie eigenes Geld verdienen. Die Einkommensgrenze, dass in diesem Jahr noch an das Kindergeld gekoppelt ist, f√§llt ab 2012 weg. Wer das Kindergeld in diesem Jahr nicht verspielen m√∂chte und sich das Extra vom Staat sichern will, der muss in diesem Jahr noch einmal einen letzten Kassensturz machen und dabei ganz genau rechnen.

An Eink√ľnften und Bez√ľgen d√ľrfen erwachsene Kinder maximal 8004 Euro erhalten haben, damit sie noch einen Anspruch auf das Kindergeld, auf Kinderfreibetr√§ge und die daran gekoppelten Steuervorteile haben. Jeder, der das Kindergeld f√ľr ein studierendes Kind beantragt, der kann die Semestergeb√ľhren voll abziehen, da sie als ausbildungsbedingten Mehrbedarf gez√§hlt werden. K√ľrzlich hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass die Geb√ľhren nicht als Mischkosten aus dem √∂ffentlichen und dem privaten Bereich gelten. Auch dann nicht, wenn der Studierende als Gegenleistung ein privat nutzbaren Vorteil, beispielsweise ein Semesterticket im √Ėffentlichen Nahverkehr, hat. Die Begr√ľndung lautet hier, dass die Studenten keinerlei Wahl dabei haben, ob sie nun Semestergeb√ľhren bezahlen oder nicht. Jeder Studierende muss die Geb√ľhren in voller H√∂he bezahlen, wenn er studieren m√∂chte. Dadurch sind sie auch als voller Mehraufwand geltend zu machen.

Ebenfalls haben erwachsene Kinder, die sich in einer Ausbildung befinden, einen Anspruch auf das Kindergeld. Dies bis zur Vollendung des 25. Lebensjahrs. Laut der Arbeitsagentur ist eine Ber√ľcksichtigung ab dem Monat m√∂glich, in dem sich das Kind ernsthaft um einen Ausbildungsplatz bem√ľht und dies nachweist. Dabei ist unerheblich, ob dies aus einer Erwerbst√§tigkeit heraus geschieht oder nicht. Das Kindergeld wird bis zur Vollendung des 25. Lebensjahrs solange gezahlt, bis die Eink√ľnfte und Bez√ľge die Grenze von 8004 Euro nicht √ľberschreiten.

Tipps zum Elterngeld II

4. November 2011 Keine Kommentare
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cc by ida und bent/flickr

Bereits in der vergangenen Woche haben wir im ersten Teil Tipps zum Elterngeld verraten. Auch in dieser Woche soll es wieder um dieses Thema gehen.

Bei der Elterngeld-Berechnung spielt die betriebliche Altersvorsorge eine wichtige Rolle. Wer in diesem Rahmen f√ľr eine Zusatzrente spart, der wird beim Elterngeld daf√ľr bestraft. Der Anteil des Gehalts, der in die BAV flie√üt, z√§hlt nicht mit in die Berechnung des Elterngeldes ein. Denn steuerfreie Eink√ľnfte d√ľrfen bei der Berechnung des Elterngeldes nicht mit ber√ľcksichtigt werden. Da die Beitr√§ge zur betrieblichen Altersvorsorge jedoch steuerfrei sind, finden sie keine Ber√ľcksichtigung. Daher sollten die Eltern bei einem Kinderwunsch dar√ľber nachdenken, ob sie die Zusatzvorsorge aussetzen, damit das Elterngeld nicht unn√∂tig geschm√§lert wird.

Sollten Eltern die Kinder sehr schnell hintereinander bekommen, so besteht die M√∂glichkeit einer besonderen Verl√§ngerung des Elterngeldes. Denn wenn das zweite Kind unmittelbar nach dem Auslaufen des Elterngeldbezugs geboren wird, so ist das Geld in der H√∂he genauso hoch wie beim ersten Kind. Der Grund hierf√ľr liegt darin, dass die Zeiten des Elterngeldbezuges bei der Einkommensberechnung nicht mit ber√ľcksichtigt werden. Also z√§hlt das Einkommen von der Geburt des ersten Kindes. Zus√§tzlich wird das Elterngeld dann noch um den Geschwister-Bonus erh√∂ht.

Neben dem Elterngeld ist es möglich weiterhin zu arbeiten. Allerdings bekommen Eltern das Geld nur dann weiter, wenn sie nicht mehr als 30 Stunden in der Woche arbeiten. Und dies im Monatsdurchschnitt. So können Eltern aber frei wählen, wie sie ihre Arbeitszeit einteilen. Beispielsweise ist es möglich in zwei Wochen jeweils 45 Stunden zu arbeiten und in den beiden anderen Wochen des Monats gar nicht. So kommt der Elternteil auf 22,5 Stunden und bekommt Elterngeld weiter, wenn auch dieses Einkommen angerechnet wird.

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Tipps zum Elterngeld I

28. Oktober 2011 Keine Kommentare
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cc by FredoAlvarez/flickr

Auch wenn das Elterngeld f√ľr junge Eltern sehr lukrativ ist, √§ndert dies nichts daran, dass der Antrag f√ľr ein solches voller T√ľcken steckt. Besonders wichtig ist vor allem, dass sich die werdenden Eltern bereits fr√ľhzeitig Gedanken dar√ľber machen, was f√ľr den eigenen Elterngeldantrag wichtig ist. Die entsprechenden Ma√ünahmen m√ľssen dann in die Wege geleitet werden.

Es ist immer vom Nettoeinkommen der letzten zw√∂lf Monate vor der Mutterschutzfrist abh√§ngig wie hoch das Elterngeld ausf√§llt. Bestimmt wird dies durch die Steuerklasse. Deutlich erh√∂ht werden kann das Elterngeld durch einen Steuerklassewechsel. Auch wenn dieser Trick nicht besonders gern bei den Elterngeldstellen gesehen ist, ist er nach Meinung des Bundessozialgerichts zul√§ssig. Dieser Wechsel sollte nat√ľrlich m√∂glichst fr√ľh vorgenommen werden. Zur Berechnung des Elterngeldes wird das gesamte Einkommen in den vergangenen zw√∂lf Monaten herangezogen. Hinzu z√§hlen auch Nebenjobs und Minijobs, die im Rahmen einer Selbstst√§ndigkeit oder neben dem Beruf ausge√ľbt werden. Alleine schon aus gesundheitlichen Gr√ľnden wird es f√ľr die M√ľtter in der Regel keine Option sein einen Nebenjob aufzunehmen. Aber V√§ter k√∂nnen auf diesem Weg das Elterngeld massiv erh√∂hen.

Die Grundlage der Einkommensberechnung bei Selbstst√§ndigen ist der im Steuerbescheid ermittelte Gewinn. Sollte dieser noch nicht vorliegen wird er anhand √§lterer Steuerbescheide oder der vorgelegten Gewinn- und Verlustrechnung ermittelt. Die Steuervorauszahlungen und die Pflichtbeitr√§ge zur Sozialversicherung in dem entsprechenden Zeitraum werden dann noch von diesem Gewinn abgezogen. Sobald sich ein Kind ank√ľndigt sollten die Selbstst√§ndigen direkt ihre Steuervorauszahlungen absenken, da dieses den Gewinn erh√∂ht. Sollten auf dem Konto des Selbstst√§ndigen in der Elternzeit Honorare eingehen, die er vor der Elternzeit erwirtschaftet hat, so wird das Elterngeld deshalb nicht gek√ľrzt.

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Kreditkarte f√ľr Jugendliche

9. August 2011 Keine Kommentare

Kreditkarte 300x253 Kreditkarte f√ľr Jugendliche

Kreditkarte f√ľr Jugendliche

Wie Prepaid Kreditkarten das Einkaufen bei Jugendlichen erleichtern

Auch Jugendliche haben schon spezielle Bed√ľrfnisse und wollen sich meist selbst ihre Geschenke kaufen. Egal ob sie sich die neueste Mode in einem Kaufhaus holen oder einen Klingelton und eine Konzertkarte im Internet runterladen m√∂chten. Als Geschenke f√ľr Jugendliche sind daher spezielle Prepaid-Kreditkarten, die von Kids ab 12 Jahren genutzt werden k√∂nnen, sinnvoll. Bei Prepaid Kreditkarten shoppen die Jugendlichen ohne Kostenfalle, sie k√∂nnen quasi nie ins Minus rutschen. Es kann nur so viel ausgegeben werden, wie als Guthaben auf dem Konto drauf ist. Das ist ein √§hnliches Prinzip wie bei aufladbaren Karten f√ľrs Handy, was sich bew√§hrt hat.

Sind Prepaid Kreditkarten aufgeladen, lassen sie sich nutzen wie normale Visa und Master Card-Karten. So k√∂nnen beispielsweise im Internet Waren bestellt, Geld an beliebigen Bankautomaten “gezapft” oder in L√§den, Discos und Kneipen bezahlt werden. Prepaid Kreditkarten sind grunds√§tzlich f√ľr alle erh√§ltlich, egal ob sie √ľber ein Einkommen verf√ľgen (wozu auch Taschengeld geh√∂rt) oder ob sie bei der Schuldenauskunft Schufa negativ registriert sind. Der aufgeladene Betrag ist auch noch sicher, wenn die Karte verloren wird.

Die Kreditkarten eignen sich gut als Taschengeldkonto. Monatlich wird hierzu per Dauerauftrag ein bestimmtes Guthaben automatisch vom Girokonto der Eltern √ľberwiesen, auf Wunsch auch per klassischer √úberweisung oder per Onlinebanking. Viele Anbieter bieten an, dass jederzeit der Umsatz online einsehbar ist. Jugendliche k√∂nnen mit der Prepaid Kreditkarte unkompliziert und gefahrlos einkaufen. Vor allem bei Urlaubs- und Klassenfahrten im Ausland sind Karten sicherer aufzubewahren als gr√∂√üere Mengen Geld, zudem kann am Automaten zum regul√§ren Umtauschkurs die jeweilige Landesw√§hrung abgehoben werden. Durch die Prepaid Kreditkarte lernen die Kids schon fr√ľhzeitig den richtigen Umgang mit Geld und “falsche” Geschenke und sp√§teres oft l√§stiges Umtauschen der Ware entf√§llt. Zudem k√∂nnen Waren, die nach dem Jugendschutzgesetz nicht in die H√§nde von Minderj√§hrigen geh√∂ren, nicht mit der Karte bezahlt werden.

Wie bei vielen anderen Angeboten auch, gibt es auch bei Prepaid-Karten Unterschiede im Preis-Leistungs-Verhältnis. Eltern sollten daher vor dem Vertragsabschluss mehrere Anbieter vergleichen. Im Zweifelsfall empfiehlt sich eine Karte von der eigenen Hausbank oder ein Blick in Testberichte renommierter Institute wie der Stiftung Warentest. Zudem bieten Kreditkarten-Anbieter auch eine persönliche Beratung an, bei der jeder feststellen kann, ob er die Karte wirklich braucht.

Mama, ich will mehr Taschengeld.

6. Februar 2011 Keine Kommentare
Images of money Mama, ich will mehr Taschengeld.

Wie viel Taschengeld brauchen Kinder? Photo: Images of money

Welches Elternteil stand nicht schon vor seinem Kind, das mit gro√üen Augen und schlagenden Argumenten nach mehr Taschengeld verlangte. Aber wie macht man das eigentlich mit dem Taschengeld? Manche Eltern geben gar nichts, manche viel zu viel. Es ist schwierig, dort einen Mittelweg zu finden, damit das eigene Kind lernt: Geld f√§llt nicht vom Himmel, f√ľr Geld muss man immer arbeiten.

Mit Taschengeld f√§ngt man am besten im Vorschulalter oder bei der Einschulung an. Geeignet ist hier noch die w√∂chentliche Gabe zwischen 0,50 Euro bis 1,50 Euro. Ein guter Anlass f√ľr eine Taschengelderh√∂hung kann zum Beispiel der Geburtstag des Kindes sein, sodass es pro Lebensjahr 50 Cent mehr Taschengeld in der Woche bekommt.

Bis zum √úbertritt in die weiterf√ľhrende Schule kann man mit dieser Regelung fortfahren. Danach ist es -als weiterer Schritt in Richtung Erwachsenwerden- angebracht, zur monatlichen Taschengeldauszahlung √ľberzugehen. Den Geburtstag als Anlass f√ľr eine Taschengelderh√∂hung zu nehmen ist nat√ľrlich immer noch geeignet.

Bereits vorher sollte man seinem Kind deutlich machen was es hei√üt zu sparen. Nehmen Sie Ihr Kind an die Hand und zeigen sie ihm, wie lange es f√ľr eine Anschaffung seiner Wahl sparen muss. Legen Sie ihm nahe, nicht immer das gesamte Taschengeld sofort auszugeben. Lassen Sie aber die letzte Entscheidung immer bei Ihrem Kind. Heranwachsende lernen durch ihre eigenen Erfahrungen und nicht durch die Lebensweisheit ihrer Eltern.

Mit steigendem Alter k√∂nnen Sie Ihr Kind auch f√ľr Mithilfe im Haushalt oder besonders gute schulische Leistungen finanziell belohnen. So lernt es, dass man f√ľr Arbeit und Flei√ü Geld bekommt ‚Äď so wie (hoffentlich) im sp√§teren Berufsleben auch.