Archiv

Artikel Tagged ‘Essen’

Schulranzen im Test

20. April 2013 Keine Kommentare
wikimedia Röhmert 300x262 Schulranzen im Test

cc by wikimedia / Röhmert

Unsere Kinder brauchen gesundes Essen in der Schulkantine, gute Lehrer in den Klassenräumen und vieles mehr, um nur wenige Bedingungen für eine nachhaltige Bildung aufzuzählen. Genauso achten zuverlässige Eltern auch immer auf perfekte Bedingungen zu Hause, wie zum Beispiel auf eine gute Lernathmosphäre am Schreibtisch. Auch der Schulranzen darf nicht zu schwer sein und sollte gewisse Sicherheitsstandards erfüllen. Praktisch sollte er sein, sowie gut sitzen und irgendwie auch noch gut aussehen. Wie schwierig der Kauf eines Schulranzens sein kann, zeigte Öko-Test in einem Test über Schulranzen.

Die Ergebnisse der Stiftung Warentest Öko-Test fielen in den unterschiedlichen Rubriken sehr unterschiedlich aus. Beim Thema Tragekomfort beispielsweise gab es durchweg positive Ergebnisse zu verzeichnen. Besonders lobte die Stiftung, dass verschiedene Ranzenmodelle mittlerweile Beckengurte haben, die den Rücken beim Tragen entlasten. Die Deutsche Industrienorm in Bezug auf Schulranzen schreibt vor, dass eine bestimmte Anzahl von Leuchtreflektoren auf den Ranzen angebracht sein müssen, damit Autofahrer die kleinen Ranzenträger besser sehen können. Einige Modelle konnten nicht einmal diese Norm erfüllen veröffentlicht die Öko-Testreihe. Auch in der Kategorie Schadstofftest schnitten die meisten Modelle bedenklich schlecht ab. Einige der auf Schadstoffe getesteten Schulranzen enthielten Phtalat-Weichmacher, die, so vermutet man, hormonähnliche Wirkung entfalten. In Kinderspielzeug und Kinderküche seien diese schon länger verboten.

Das Ergebnis der zehn getesteten Schulranzen ist insgesamt als äußerst mangelhaft zu bezeichnen. Lediglich drei der zehn Testobjekte bekamen das Siegel befriedigend ausgestellt. Drei andere Modelle von Schulranzen wurden mit mangelhaft abgelehnt, so dass sechs der zehn geradeso als ausreichend beurteilt wurden.

Schadstoffe scheinen beim Kauf eines Ranzen wohl nicht vermeidbar zu sein. Eltern sollten daher vor allem darauf achten, dass der Tragekomfort mindestens befriedigend ist. Die Wirbelsäulen ihrer Kinder werden es ihnen danken.

Kinder ernähren sich oftmals ungesund

27. Mai 2011 Keine Kommentare
3125627705 339c79f362 m Kinder ernähren sich oftmals ungesund

cc by happymealy/flickr

Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass Kleinkinder auf der einen Seite zu viel Fleisch, Wurst und Süßigkeiten essen und auf der anderen Seite zu wenig trinken. Sie trinken anstatt der 0,6 bis 0,7 notwendigen Liter nur 0,4 Liter. Ebenfalls kommen in der Ernährung der heutigen Kinder Vollkornprodukte und Gemüse zu kurz. Zu diesem erschreckenden Ergebnis kam das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) in Dortmund.

Mit rund 50 Gramm Süßigkeiten am Tag liegt der Verzehr weit über der ratsamen Menge von 25 bis 30 Gramm täglich. Insbesondere sind es die Kinder ab zwei Jahren, die in diesem Punkt über die Stränge schlagen. Durchgeführt wurde die Studie in 525 repräsentativ ausgesuchten Haushalten, in denen ein bis drei Jahre alte Kinder leben. Die Forscher sind zu dem Ergebnis gekommen, dass sich gerade im Kleinkindalter die Ernährungsgewohnheiten herausbilden. All das, was einmal falsch eingeübt wurde kann langfristig gesehen die Gesundheit beeinflussen. Annett Hilbig, die FKE-Ernährungswissenschaftlerin erklärt in Bezug hierauf, dass die Kinder bei dem Übergang vom Brei zum Familienessen dass Essverhalten der Erwachsenen übernehmen.

Die Studie hat darüber hinaus überraschend hervorgebracht, dass die Kinder auch häufig noch nach dem Übergang noch Brei essen. Dieses sogar bis hin zum dritten Lebensjahr. Die Vermutung der Ernährungswissenschaftlerin lautet, dass sie den Brei entweder gerne essen, oder ein gewisses Sicherheitsdenken bei den Eltern vorherrscht, da sie mit Brei nichts falsch machen können. Eine Erkenntnis die weniger überrascht hat ist die, dass die Kinder in den Familien höherer Bildungsschichten auch tendenziell besser ernährt werden. Unter anderem läge dies an der Wahl von frischen Lebensmitteln. Wenn die Kinder gesunde Bestandteile nicht mögen, dann sollten die Eltern hartnäckig bleiben. Diese sogenannte Neophobie, damit ist die Angst bei Kleinkindern vor Neuem gemeint, lasse sich mit kleinen Portionsgrößen und durch beharrlichem Anbieten überwinden. Wichtig ist allerdings auch, dass alles Ungesunde weniger angeboten, aber keinesfalls verboten werden sollte. Wenn Cola, Pommes und Süßes etwas Besonderes bleibt, dann ist dagegen rein gar nichts einzuwenden. Doch eine verbindliche Regel für die Ernährung von Kleinkindern gibt es nicht. Allerdings gibt das FKE Empfehlungen für die perfekte Mischkost. Kinder sollten danach viel pflanzliche Lebensmittel, wie beispielsweise Kartoffeln, Nudeln, Gemüse, Obst und Brot essen und zudem auch viel Wasser, stark verdünnte Schorlen und ungesüßte Tees trinken. Produkte wie Milch, Milchprodukte, mageres Fleisch, Eier, Fisch und Wurst sollten nur mäßig verzehrt werden.