Archiv

Artikel Tagged ‘Fernsehen’

Werbung ist ungesund

21. Februar 2011 Keine Kommentare

Der

Werbung Piccadilly Circus Sven Wrage 300x225 Werbung ist ungesund

Werbung ist omnipräsent, nicht nur am Piccadilly Circus. Photo: Sven Wrage

Nutzen von kindgerechtem Fernsehen wurde an dieser Stelle bereits erläutert. Es gibt Sendungen, die das Wissen und die Fähigkeiten von Kindern erweitern und stärken. Was ist aber mit den eingeschobenen Werbeblöcken? Sind diese kindgerecht?

Nein, sind sie nicht, hat die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) herausgefunden. Denn hauptsächlich werden in den Werbeblöcken ungesunde Lebensmittel beworben – meistens leider erfolgreich. Denn welches Kind kann schon widerstehen, wenn es bunte, süßere Leckereien im Fernsehen angepriesen bekommt und diese dann im Supermarkt wiederentdeckt?

Besonders beliebt bei den Werbemachern sind Süßigkeiten, zuckerhaltige Getränke und herzhafte Knabbereien. Jeder zweite bei Kinderprogrammen gezeigte Werbefilm enthält mindestens ein Produkt davon, sei es Pudding, gummiartiger Süßkram oder Schokolade. Der Input ist damit für Kinder, die durchschnittlich zwischen 20.000 und 40.000 Werbefilmchen im Jahr sehen, besonders groß und wer hier als Elternteil keine Hilfe anbietet, lässt das eigene Kind in der Informationsflut geradezu ertrinken.

Aber Eltern müssen genau an dieser Stelle eingreifen und den Kindern erklären, warum kein Obst und Gemüse und kein Mineralwasser angepriesen wird. Auch haben sie die Möglichkeit, beim Einkauf mit dem Kind und beim Zubereiten der Nahrung zu Hause einen gesunden Lebensstil vorzumachen, den sich der Nachwuchs dann abschaut. Denn natürlich nutzt alles predigen und preisen nichts, wenn man nicht selbst nach seinen Prinzipien lebt.

Süßigkeiten in Maßen sind völlig in Ordnung, das sollte man seinen Kindern auch eingestehen. Die Massen sind es, die zu Fettleibigkeit, Atembeschwerden und einer allgemein schlechten körperlichen Verfassung führen.

Ein zweischneidiges Schwert – Kinder und Fernsehen

20. Januar 2011 Keine Kommentare
kind tv jim champion Ein zweischneidiges Schwert   Kinder und Fernsehen

Kind und Fernsehen - ein durchaus zweischneidiges Schwert. Photo: Jim Champion

Zugegeben: Jedes Elternteil hat bereits mindestens ein Mal das eigene Kind vorm Fernseher drapiert, um schnell zu duschen, zu telefonieren oder das Mittagessen vorzubereiten. Diese Vorgehensweise bereitet zwar ein schlechtes Gewissen, schadet dem Kind aber nicht nachhaltig. Beim Fernsehen kommt es nämlich eher auf das Wie als auf das Wie oft an.

Fernsehen als Bildungsapparat
In den Neunzigern gab es ein erfolgreiches Kinderlied mit dem Titel „Meine Bildung hab’ ich aus dem Fernsehen“. Doch so einfach ist es nicht, Kinder mit Wissen zu fĂĽttern. Eltern sollten bewusst Programme und Sendungen auswählen, die dem Kind zugute kommen und vor dem dritten Lebensjahr eignet sich das Fernsehen fĂĽr den Lerneffekt ĂĽberhaupt nicht. Kinder begreifen erst danach langsam Zusammenhänge und demnach Handlung und Wirkung. Auch kindgerechte Zeichentrickserien bleiben fĂĽr zu kleine Zuschauer unzusammenhängend und können nur in ihren Einzelteilen verstanden werden, der sogenannte rote Faden bleibt unerkannt.

Das falsche Programm
Später, wenn das Kind größer ist und anfängt, eben selbige Zusammenhänge zu begreifen, ist es wichtig darauf zu achten, was im Fernsehen geschaut wird. Schnell kann das (falsche) Bild entstehen, dass die Welt von Stereotypen beherrscht oder Probleme mit Gewalt gelöst werden.

Vorteile des kindgerechten Fernsehens
Unter der Voraussetzung, Fernsehen in Maßen anzubieten, können Kinder bei kindgerechten Formaten einiges lernen. Dazu gehören Grundlagen wie Zahlen und Farben, Wortschatzerweiterungen und später das Entdecken von fremden Ländern und Kulturen.
Aber es bleibt dabei: Ein Fernseher ersetzt nie aktives Spielen und Miteinander und sollte Ausnahme statt Regel darstellen.

KategorienFilm & TV Tags: ,