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Grippeimpfung ist auch bei Kindern sinnvoll

11. November 2011 Keine Kommentare
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cc by rosmary/flickr

Während der Grippe-Saison, von Dezember bis April, erkranken jedes Jahr tausende Menschen an der Grippe. Laut Schätzungen sind zehn bis zwanzig Prozent der Weltbevölkerung betroffen. Oftmals erwischt es auch die Kleinen. Auch wenn schwere Verläufe der Krankheit bei Kindern eher selten sind, können sie dennoch auftreten. Aus diesem Grund raten die Experten zur Impfung. Da das Immunsystem der kleinen Kinder noch nicht so stark ausgebildet ist, ist bei den Kleinen wie auch bei den ältern Patienten ein erhöhtes Risiko für Komplikationen gegeben. Beispielsweise kann es im Verlauf der Krankheit zu einer Lungenentzündung oder zu einer bakteriellen Zweitinfektion kommen.

Die Grippe ist eine der häufigsten Erkrankungen der Atemwege beim Menschen. Ausgelöst werden kann sie bereits bei kleinsten Tröpfchenmengen, da es hochansteckend ist. Schon beim Sprechen, beim Niesen oder bei direktem Kontakt kann es übertragen werden. Gerade Kinder spielen und toben miteinander ganz ohne an Erkrankungen zu denken. Eine Studie hat ergeben, dass rund 45 Prozent der kleinen Patienten, die aufgrund einer Influenza, so der lateinische Ausdruck, intensivmedizinisch behandelt werden mussten, unter keiner Vorerkrankung litten. Dies zeigt deutlich, dass auch gesunde Kinder eine Komplikation im Verlauf der Erkrankung entwickeln können. Daher sollten auch gesunde Kinder geimpft werden. Wer ein chronisch krankes Kind hat, der darf auf gar keinen Fall eine Impfung versäumen. Denn dort ist die Gefahr von Komplikationen sehr viel höher als bei einem gesunden Kind. Die Grippeviren verändern sich von Jahr zu Jahr ständig. Daher ist es wichtig in jedem Jahr erneut zur Impfung zu gehen, damit der neu angepasste Impfstoff die Kleinen vor der Grippe immunisiert.

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Vorsorgeuntersuchungen für Kinder – Kosten und Nutzen

20. Januar 2011 Keine Kommentare
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Wie wichtig sind Vorsorgeuntersuchungen? Photo: David Hunter

Im Zeitraum zwischen Geburt und der Vollendung des sechsten Lebensjahres sollen Kinder optimalerweise zehn Mal beim Kinderarzt physisch und psychisch untersucht werden. Hierbei handelt es sich um die „U“-Untersuchungen, gestaffelt von U1 bis U9. Im Teenageralter, zwischen zwölf und 14 Jahren, erfolgt die letzte obligatorische Untersuchung, die J1. Alle Krankenkassen übernehmen diese Check-ups im vollen Umfang.

Psychologische Untersuchungen fehlen
Mittlerweile haben sich einige Ärzte gefunden, die die vorgeschriebenen Untersuchungen durch U10, U11 und J2 ergänzen. Der Schwerpunkt liege bei diesen freiwilligen Arztbesuchen nicht auf körperlichen, sondern auf sozialen und schulischen Aspekten, so die Fachleute. Besonders Entwicklungsstörungen könnten in diesem Alter am besten erkannt und behandelt werden.
Sieben- bis achtjährige Kinder sollten die U10-Untersuchung besuchen, im Alter von neun bis zehn Jahren wäre es dann die U11. Die Eltern werden gebeten, ihren Nachwuchs anhand der sogenannten Mannheimer Elternfragebögen einzuschätzen und Fragen, etwa zur Aggressivität ihrer Kinder, zu beantworten. Bei der J2-Untersuchung, die sich an Jugendliche bis zum 16. Lebensjahr richtet, füllen diese die Fragebögen selbst aus.
Wichtig ist hervorzuheben, dass es sich bei der Auswertung der Fragebögen eines Kinderarztes nie um eine Diagnose, sondern lediglich um eine Vermutung handelt. Dieser würde, sofern er eine Behandlung als nötig erachtet, an einen Facharzt, wie einen Kinder- und Jugendpsychologen, verweisen.

KostenĂĽbernahme der Krankenkassen
Leider zahlen nicht alle Krankenkassen diese Untersuchungen. Ein Kind bis zum sechsten Lebensjahr erhält alle nötigen Check-ups, bis zum zehnten Lebensjahr sind Vorsorgetermine zur Früherkennung von Krankheiten ebenfalls im Leistungsumfang enthalten. Um einen Zuschuss für U10, U11 und J2 müssen sich Eltern selbst bemühen. Eine Untersuchung kostet circa 50 Euro.